Ute Luhmann
Ausbildung von Blindenführhunden
und Schulungen für Führhundhalter

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Die nächsten Schritte

Wer kommt als Blindenführhundhalter in Frage?
Was ist vorher zu klären?

Die Entscheidung für einen Blindenführhund ist eine sehr individuelle Frage. Das Leben wird sich mit dem Hund in vieler Hinsicht ändern, so daß vorher auch unterschiedliche Punkte zu klären sind.

Neben der Entlastung durch die Führleistung des Hundes, bringt er auch eine Reihe eigener Bedürfnisse mit, die vom Führhundhalter erfüllt werden müssen. Damit Hund und Halter ein gutes Gespann werden, müssen beide intensiv zusammenarbeiten, was vom Führhundhalter neben der artgerechten Tierliebe auch Lernbereitschaft, Mitdenken, Durchsetzungsvermögen und Ausdauer verlangt. Wenn man davon ausgeht, daß diese intensive Phase 6 bis 12 Monate nach Abschluß des Einarbeitslehrganges dauern kann, und darüber hinaus während des ganzen Hundelebens an der Beziehung und dem Erfolg des Gespanns gearbeitet werden muß, sollte der Interessent sich vor der Anschaffung des Hundes darüber Gedanken machen, ob er diese nicht zu unterschätzende Aufgabe für die nächsten 10 bis 12 Jahre selbst übernehmen will und kann.

Als Preis für den Gewinn an Mobilität muß der bisherige Tagesablauf wahrscheinlich etwas umgestellt werden: die notwendigen Spaziergänge können sowohl eine willkommene Erholungspause, als auch eine unpassende Pflicht sein und es muß dazu, ebenso wie für die Fellpflege, zusätzliche Zeit investiert werden. In der Wohnung und im Auto braucht der Hund einen eigenen Platz, auf Reisen müssen Sie das Zubehör für den Hund mit einplanen. Haare, Schmutz und Geruch sind auch nicht jedermanns Sache (Freundeskreis ...?) und vieles mehr!

Grundsätzlich kann man folgende Reihenfolge als allgemein gültig betrachten:

  • Sich mit der Familie oder den im Haushalt lebenden Personen über die Anschaffung des Hundes einigen, ggf. Allergiker überprüfen und den Arbeitgeber und den Wohnungseigentümer informieren.
  • Gedanken machen:
    • Was kommt auf mich zu?
    • Kann ich die anfallenden zusätzlichen Aufgaben unterbringen und bewältigen?
    • Wo soll der Hund untergebracht werden? (Keine Zwingerhaltung)
    • Wo führe ich ihn aus?
    • Welcher Hund soll es sein?
    • Welcher Hund paßt zu mir?
    • Was erwarte ich von dem Hund, welchen Vorteil bringt mir ein Blindenführhund, wo sind seine Grenzen?
    • Bin ich bereit, die Nachteile immer in Kauf zu nehmen?

    Es sollten alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Einen Hund „probiert man nicht mal eben aus!“

  • Arzt aufsuchen (Rezept / Bescheinigung über einen Blindenführhund ausstellen lassen);
  • Kontakte zu verschiedenen Schulen herstellen;
  • Schulen, Trainer und Hunde besichtigen;
  • Vor- und Nachteile des Führhundes allgemein und der Rassen erklären lassen;
  • Kostenvoranschläge anfordern;
  • Kostenvoranschlag der in Frage kommenden Schule einreichen.

Sobald die Kostenübernahmezusage der Krankenkasse vorliegt, steht der Auswahl und Reservierung eines bestimmten Hundes nichts mehr im Weg. Dann bleibt nur noch, auf das Ende seiner Ausbildung zu warten, damit die gemeinsame Zukunft begonnen werden kann. Foto: Schild Rundweg 30 Minuten

 

Schriftzug: (L)auf!
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Letzte Aktualisierung auf der Website am 27. April 2012