Ute Luhmann
Ausbildung von Blindenführhunden
und Schulungen für Führhundhalter

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Die Auswahl der Hunde

Durch die Qualitätskriterien für Blindenführhunde sind klare Vorgaben gemacht, welche Voraussetzungen ein Führhund erfüllen muß. In diesem Rahmen bewegt sich dann auch die Auswahl der Hunde, die von mir ausgebildet werden. Überwiegend sind dieses jedoch Hunde der „typischen“ Führhundrassen Labrador, Deutscher Schäferhund und Golden Retriever, aber auch Großpudel und Flat Coated Retriever. Es kommen sowohl Rüden, als auch Hündinnen in die Ausbildung. Auf Wunsch suche ich jedoch auch nach geeigneten Hunden anderer Rassen. So gehörten auch Exoten, wie Hovawart, Riesenschnauzer und zwei Mischlinge bereits zu meinen Schützlingen.

Kommt keiner der Hunde aus dem „aktuellen Bestand“ für einen Interessenten in Betracht, kann es jedoch etwas länger dauern, bis ein Tier gefunden wird, das allen Anforderungen entspricht.

Neben einem freundlichen und sicheren Wesen, ist die Gesundheit der Tiere eine der Grundvoraussetzungen, um als Führhund in Frage zu kommen. Deshalb werden die Hunde vor Beginn der Ausbildung tierärztlich untersucht, wobei besonders auf Augenkrankheiten geachtet wird und Hüfte und Ellenbogen geröntgt werden. Alle Hunde werden im Laufe der Ausbildungszeit kastriert. Dazu kommen noch Termine wie Wurmkuren und Impfen, so daß sie bis zum Einarbeitslehrgang mit dem neuen Blindenführhundhalter regelmäßig beim Tierarzt vorgeführt werden.

Bei der Wahl der Rasse sollte der zukünftige Führhundhalter berücksichtigen, daß es hier neben dem verschiedenen Aussehen der Hunde auch andere Unterschiede gibt:

  • auch, wenn es innerhalb einer Rasse verschiedene Temperamente gibt: jede Rasse hat im Wesen unterschiedliche Schwerpunkte, was, je nach persönlicher Vorliebe des Halters, als Stärke oder Schwäche gewertet werden kann. Diese Unterschiede beruhen in erster Linie auf den Ursprung einer Rasse, also zu welcher Arbeit diese Hunde seit langer Zeit gezüchtet werden;
  • die Pflege ändert sich mit der Haarart;
  • durch den anderen Körperbau sind die Schritte / Gangarten der Hunde verschieden, wodurch sich auch das Führen unterschiedlich „anfühlt“;
  • je nach gewählter Rasse reagieren auch die Mitmenschen etwas anders auf den Führhund, und umgekehrt.

Die Führleistung und Fähigkeit eines Hundes hängt weniger von der Rasse, sondern mehr von der Qualität der Ausbildung, des Einarbeitslehrganges und dem Verhältnis zum Führhundhalter ab. Da aber das Leben nicht nur aus Führleistung besteht, sollte sich der zukünftige Halter ausgiebig über die Unterschiede der Rassen informieren, und abwägen, auf welche Eigenschaften des Hundes er großen Wert legt, und was für ihn nicht akzeptabel ist.

Foto: Schild Rundweg 30 Minuten

 

Schriftzug: (L)auf!
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Letzte Aktualisierung auf der Website am 27. April 2012